27.03.2026
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(MT) AUE-BAD SCHLEMA: Puppenklinik, Action-Parcours, Zauberlicht für saubere Zähne, Smoothiebike und Suchtsack. Jede Menge sinnvolle Aktion vereint an einem Ort. Der Erzgebirgskreis hat sich am deutschlandweiten Tag des Gesundheitsamtes beteiligt. Zahlreiche Interessenten sind am 21. März der Einladung ins Gesundheitsamt am Standort Aue-Bad Schlema auf der Wettinerstraße gefolgt. Auch Landrat Rico Anton und informierte sich und sagt zum Referat Öffentlicher Gesundheitsdienst: "Das nimmt eine ganz bedeutende Rolle ein. Der Amtsärztliche Dienst, der Jugendärztliche Dienst ist wichtig für viele Angebote, die wir hier vorhalten. Beispielsweise werden die Schule-Eingangsuntersuchungen hier durchgeführt. Dafür will ich ausdrücklich werben. Auch eine Impfstelle haben hier im Rahmen unserer Gesundheitsversorgungsaufgabe, die dieses Amt erfüllt. Beispielsweise ist ja auch eine Gelbfieberimpfung möglich. Das bietet sonst keine Praxis hier im Erzgebirgskreis an. Wir haben eine umfassende reisemedizinische Beratung, also alles Angebote, die möglichst auch vor Ort erbracht werden sollten. Dazu sollte man nicht extra eine große Stadt fahren müssen. Deswegen halten wir das hier vor."
Das Gesundheitsamt vor Ort ist eine zentrale Säule für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Den Tag des Gesundheitsamtes hat das RKI 2019 erstmals ausgerufen, am 19. März, dem Geburtstag von Johann Peter Frank. Der Mitte des 18. Jahrhunderts geborene Arzt und Sozialmediziner Johann Peter Frank gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.
Sandro Müller ist im Erzgebirgskreis Amtsarzt und Referatsleiter Öffentlicher Gesundheitsdienst: "Ein Gesundheitsamt hat ganz verschiedene Aufgaben. Die sind prinzipiell gesetzlich geregelt. Bei uns im Gesundheitsamt ist es so, dass wir uns quasi auf sechs Fachgebiete verteilen. Wir haben also die Aufgabe des Infektionsschutzes, des Amtsärztlichen Dienstes, wo Begutachtungen gemacht werden, aber auch Impfungen angeboten werden, Prävention und Gesundheitsförderung als sehr große Aufgabe, aber auch die Aufgabe der Prävention im Kinder- und Jugendärztlichen Dienst oder Kinder- und Jugendzahnärztlichen Dienst. Das sind so im Groben und Ganzen die Aufgaben, die ich jetzt genannt habe. Und die Aufgabe natürlich, ganz vergessen, sind jetzt noch, das wird für die Psychiatrischen-Dienstes, also auch als niederschwelliges Angebot für die psychisch Kranken und ihre Angehörigen."
Der Aktionstag macht auf die verschiedenen Fachgebieten aufmerksam und bei freiem Eintritt in lockerer Atmosphäre mit Fragen des Gesundheitsschutzes vertraut. So waren der Stadt-Raum-Monitor, ein Infostand "Liebe, Sex und Schutz vor HIV", die Rauschbrillen-Challenge, die Station "Kreativ entspannen" sowie das UV-Zauberlicht weitere Angebote beim Tag des offenen Gesundheitsamtes. Dass sich Landrat Rico Anton mit dem Amtsarzt Sandro Müller unter die Besucher mischte, hat seinen Grund: "Ja, ich will natürlich auch ein Stück weit Aufmerksamkeit schaffen für den Tag des offenen Gesundheitsamtes. Dafür werben, dass sich viele mal anschauen, was wir hier alles tun. Das ist ja vielleicht noch gar nicht in der ganzen Breite bekannt. Und ich freue mich, dass die Resonanz in diesem Jahr wieder ganz hervorragend ist. Wir hatten in den letzten zwei Tagen insbesondere Kinder und Schüler hier, also aus den Kindertagesstätten, aus den Schulen die diese Angebote sich mal angeschaut haben. Und heute ist eben auch für die Erwachsenen dieser Tag der offenen Tür mit gedacht. Wir haben beispielsweise unsere Tumorberatung hier vor Ort, wie schon gesagt, die reisemedizinische Beratung, also alles Themen, die auch für Erwachsene wichtig sind und die Nachfrage zeigt, dass dieses Angebot seinen Sinn hat."
Unter dem Motto "Vielfalt für Gesundheit" stellten anlässlich des Tages des offenen Gesundheitsamtes alle Sachgebiete in den jeweiligen Zuständigkeiten ihre Aufgaben und Angebote vor. Das Referat Öffentlicher Gesundheitsdienst im Landratsamt Erzgebirgskreis beschäftigt gegenwärtig rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standorte hat er neben Aue-Bad Schlema auch in Annaberg-Buchholz, Stollberg und Marienberg. (Bildquelle: André März)